Archiv - Übung 2004: Ausgangslage

Archiv - Übung 2004: Ausgangslage

Durch eine starke Niederschlagsperiode sind Teile der geologischen Struktur im Bereich Knappenberg instabil geworden. Teile von Gebirgs- und Hangmassen sind auf die Bundesstraße von Knappenberg Richtung St. Veit a. d. Glan abgeglitten, wodurch eine Hauptverbindung (öffentliche Zufahrt) nach Knappenberg einerseits, und zum Schaubergwerk andererseits nicht mehr gegeben ist


Im Bereich des Schaubergwerkes sind über Klüfte und Berginstabilitäten Bergwässer eingedrungen. Einbauten wurden beschädigt. Teile der Besucherstrecke sind derart verbrochen, dass zu den im Schaubergwerk befindlichen Besuchern nur nach bergmännischer Sanierungsarbeit / Bergearbeit vorgedrungen werden kann.


Aufgrund von durchgeführten Messungen des zu Hilfe eilenden Führers vom Kiosk mit dem betriebsinternen Multiwarn II der Firma Dräger wurde erhöhte Konzentration von CO2- und daraus folgend niedrige O2-Werte gemessen. Es ergibt sich daher die begründete Besorgnis, dass im Bereich der luftdichten Absperrungen zum Heinrich Gesenk bzw. Albertschacht Beschädigungen vorliegen, und durch die damit entstehende Verbindung zum alten Bergbau ("Alter Mann ") schädliche Gase in die Besucherstrecke austreten.


Eine Besuchergruppe (20 Personen und ein Führer) befindet sich vermutlich im Bereich des Innenbahnhofes. Die Stromversorgung im Schaubergwerk sowie die Telefonverbindung nach außen wurden durch den Einbruch von Einbauten zerstört.


Aufgrund des Schadensumfanges muss ein überbetriebliches Rettungswerk ausgelöst werden.


Zur bergmännischen Hilfeleistung / Bergung ist der Einsatz von Grubenwehren erforderlich.


Für weitere Hilfsmaßnahmen, Personenbergung, Energieversorgung, Kommunikation von Untertage nach Obertage, Absperrungen und Sachverhaltsermittlungen wird der Einsatz des ÖRK, der Berg- und Höhlenrettung, der Feuerwehr, der Exekutive, des Bundesheeres sowie lokaler Hilfskräfte notwendig.